Mein Vista ReadyBoost Test Datum: 22.Februar 2008, Autor: tapete
Einleitung
Nachdem ich durch den Kauf eines Laptops zwangsläufig auch auf Windows Vista umgestiegen bin, mußte ich mal die neue Möglichkeit testen, den Speicher mit einem USB Stick zu erweitern, genannt ReadyBoost.
Häufig liest man, das ReadyBoost eine Erweiterung des Arbeitsspeichers ist. Das stimmt so natürlich nicht ganz, da ein USB Stick dafür viel zu langsam wäre. Jedoch kann ReadyBoost den Arbeitsspeicher entlasten. Windows lagert häufig verwendete Programmdateien im Arbeitsspeicher, um sie bei Bedarf nicht erst von der Festplatte laden zu müssen. Dafür ist ein Mechanismus namens SuperFetch verantwortlich, der lernfähig ist und mit der Zeit erkennt, welche Dateien am meisten verwendet werden.
Nutzt man jetzt ReadyBoost, lagert SuperFetch einen großen Wust an Daten auf den USB Stick aus, sodaß diese Dateien zum einen auf der Festplatte und zum anderen auf dem USB Stick lagern. Der Arbeitsspeicher kann sich während dessen um andere Sachen kümmern. Startet man jetzt ein großes Programm, können Festplatte und USB Stick zusammen arbeiten, die Festplatte übernimmt große Dateien, der USB Stick die kleinen (kleine Dateien bremsen Festplatten stark aus).
ReadyBoost im Test
Bei mir arbeitet ReadyBoost mit einem SanDisk Cruzer Contur 4GB USB Stick, der bei mir rund 18MB/s Schreibgeschwindigkeit und 21MB/s Lesegeschwindigkeit bietet. Steckt man den Stick rein und aktiviert ReadyBoost, dauert es 2-3 Minuten, bis SuperFetch die Daten kopiert hat, man erkennt es am Arbeiten der Festplatte und am Blinken des Sticks. Das geschieht im Hintergrund, aber man darf in dieser Zeit noch keinen Geschwindigkeitszuwachs erwarten. Sowieso sollte man etwas Geduld haben. Danach zeigt ReadyBoost aber bei mir ganz gute Ergebnisse. Eins meiner Lieblingsprogramme läd in 5 Sekunden statt in 11 (ein sehr großes), ein anderes ist in der Ladezeit aber recht konstant. Windows Mail läd in ca einer Sekunde ohne ReadyBoost benötigt es etwas über 3 Sekunden. Getestet habe ich eine ganze Weile mit Stopuhr . Im Allgemeinen Betrieb lassen sich bei mir also deutliche Geschwindigkeitsverbesserungen erkennen. Dazu sei zu sagen, daß ich 2GB echten RAM im Rechner habe und es sich um ein Notebook handelt, deren Festplatten ja nicht so schnell sind.
Leider konnte ich nicht feststellen, daß ReadyBoost den Systemstart beschleunigt. Es macht den Anschein, als wenn bei jedem Start des Rechners der Stick neu beschrieben wird. Möglicherweise, weil es sich um ein wechselbares Laufwerk handelt und Windows deshalb nicht weiß, ob die Daten auf dem Stick noch aktuell sind. Das würde bedeuten, das ReadyBoost nur Sinn macht, wenn man längere Zeit am Rechner arbeitet. Außerdem wird der erste Start eines Programmes nach Systemstart von ReadyBoost nicht merklich beschleunigt.
Probleme gab es bei mir auch einmal, als ich den Stick in einen anderen USB Port gesteckt habe. ReadyBoost wurde zwar gestartet, jedoch gab es keine Beschleunigung.
Fazit, ReadyBoost macht das Arbeiten bei längeren Sitzungen am Rechner schneller, wer aber nur kurz seinen Rechner an schmeißt, dem bringt es nichts, den USB Stick einzustecken. Ich denke, die Technik hat durchaus noch Potential und wird vielleicht noch verbessert.
geschrieben am: 22.2 2008 13:14
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